Heinrich Menno Schüür e Foske Reuwsaat Schüür

O encontro que deu início a nossa História


 VEJAM QUE PRECIOSIDADE !

 

Brief von Heinrich Menno Schüür, geb. 4.2.1872, der im Januar 1924 mit seiner Frau und seinen Kindern nach Brasilien auswanderte

Geschrieben na Bord während der Überfahrt na seine Mutter Ida Hauke Schüür

"Carta do Navio", escrita durante a viagem por Heinrich M. Schüür à sua mãe Hauke que ficou na Alemanha.

A tradução está abaixo e foi feita por Dorothéa F. Walter

In Gottes Hut. An Bord von Villa Garcia, den 29.1.1924

An unsere Lieben in Sulingen!

Morgen abend in der Nacht werden wir wohl in Spanien anlaufen und möchten wir gerne noch einige Zeilen schreiben. Ihr werdet doch wohl gerne wissen wollen, wie es uns geht und wir wollen ja auch gerne einen Sorgenstein don Deinem Herzen nehmen liebe Mutter. Die voraussichtliche schlimmste Tour, wo uns Stürme hätten treffen können, haben wir jetzt hinter uns. Die Nordsee, der englische Kanal und der Golf von Biskaya sind ja die schlimmsten Punkte auf der Reise. Wir sind, dem Herr sei Dank, alle recht gesund und wohl. Hoffentlich Ihr Lieben auch noch. Nun wollen wir Euch das Leben an Bord schildern und wie es uns hierher ergangen ist. Dann könnt Ihr uns in Gedanken begleiten und bitten Dich, liebe Mutter, uns auch in Deinen Gebeten zu gedenken.

Nachdem wir am 26.Jan. nach vielem Hin- und Her and Bord gebracht wurden (ich weiss nicht, ob ich davon in Briefen noch davon berichtet habe) mussten wir uns gleich trennen. Die Frauen und Kinder kamen nach vorne in die Frauenabteilung und die Männer hinten ins Schiff. Wie wir unten in den Abteilungen ankamen, stand unser Verstand fast still, so erschraken wir. Hier waren Bett an Bett übereinander, mehrere Hundert in einem Raum nur durch kleine Gänge hin und her getrennt. Von den Füssen muss man hinein kriechen und bis oben hinauf klettern. Ich bin gleich zu meinem 1. Offizier gewesen, ob wir nicht noch Kammern bekommen; aber es waren keine mehr da, wie er sagte. Nun mussten wir uns ja in das Unvermeidliche fügen und uns Lagerstätten aussuchen. Ein fürchterlicher Geruch herrschte überall. Sein Gepäck musste man schon mit ins Bett nehmen. Es war auch nur eine Matratze nicht mal überzogen. Nur eine Wolldecke stand uns zur Verfügung. Bei den Frauen war durch das viele Kindergeschrei ein lärm und bei den Männern durch das Johlen, Singen und Musizieren mit Handharmonikas ein wüster Lärm. Wie wir uns dann an Deck begaben und einen Rundgang machten, kam ich auch in den schönen Speisesaal der 3.Klasse. Hier waren um einen schreibenden Schiffsoffizier viele Leute herum und als ich mich erkundigte was da los war, hörte ich, dass noch Kammern zu vergeben waren. Da habe ich gleich 2 Kammern mit je 4 Betten genommen, was uns 72 Dollar kostete. Wie froh waren wir nun, als wir unsere schönen Kammern mit Brechgefäss und Töpfchen versehen, beziehen konnten. Nun können wir uns doch ungestört ausziehen und beieinander sein. Auch das Essen ist viel angenehmer. Wir wurden im Speisesaal hotelmässig bedient. Jeder hatte seinen numerierten Platz. Morgens um ½ 7 Uhr wird geweckt, um 7 Uhr ist Frühstück. Da gab es Kaffee, Brot, Butter, Marmelade und eine Milchsuppe (Reis, Haferflocken oder dergl.) oder 2 Eier. Um 11 Uhr ist Mittag. Da gab es erst eine kräftige Fleischsuppe, dann Fleisch, Gemüse, Kartoffeln und Brot und Kaffee hinterher. Um 3 Uhr gab’s Kaffee mit Kuchen (feines Weizenbrot mit Rosinen). Abends 5 Uhr gab es schon wieder Abendessen. Da gab es feinen Tee, Brot, Butter, Käse oder Wurst und Fleisch mit Gemüse. Alles Essen ist sehr schmackhaft und man kann so viel essen wie man will und kann. Besser und schöner können wir es niemals bekommen. Die Wohndeck-Passagiere haben es nicht so gut bekommen, aber auch genug, nur die schöne Bedienung fehlte und Verschiedenes.

Nun über die Fahrt und was drum und dran hängt.

Am 26. Januar abends um 6 Uhr fuhren wir in Hamburg ab und kamen nachts, als wir schliefen, in die Nordsee. Das Wetter war ruhig als wir abfuhren. Als wir morgens erwachten und an Deck kamen, war die See ein schönes Bild, überall Wellen und Wellen mit weissen Schaumkappen, es war herrlich. Das Schiff wogte auf und ab. Jetzt wurden viele Seekrank. Bei uns fing Anny erst damit an. Darauf folgten Lini, Volkmar, Heini, Kea. Niklas und ich haben uns abends auch einmal gebrochen. Wie froh waren wir nun, ungestört in unseren Kabinen liegen konnten und wir ungeniert brechen konnten. Wie sah es nun in den Wohndeck-Abteilungen aus? Die ganzen Gänge waren voll. Die oben lagen spien auf die Unteren und dabei ein Geruch, ein Stückchen Hölle.

Am Montag Mittag waren alle wieder mobil. Das Wetter war recht ruhig als wir durch den englischen Kanal fuhren. Auch bis heute, den 30. Jan., ist die See recht ruhig und herrlich, immer linde Luft sodass wir immer an Deck sein konnten. Unser Clärchen hat nichts von der Seekrankheit gehabt.

Mit uns fahren viele Baptisten und Freunde, die das gleiche Ziel haben. Wir singen, lesen und beten zusammen an Deck und freuen uns so recht in dem Herrn. Wir möchten alle zusammen bleiben und wollen eine Siedlungsgenossenschaft gründen und versuchen von der brasilianischen Regierung ein Siedlungsgebiet zu bekommen, von mindestens 100 Kolonisten mit denen wir dann eine Gemeinde mit Kirche und Schule bilden können. Wir Fühlen uns alle vom Herrn abhängig und Er wird es uns gelingen lassen, obwohl die meisten nichts oder nur sehr wenig haben.

Hier ist auch eine Siedlungsgemeinschaft aus Hagen in Westfalen an Bord, die steigen in Santos in Brasilien aus und bekommen von der Regierung Land im Urwald. Haben auch von der Regierung alle mögliche Hilfe. Werden bis zur nächsten Ernte umgepflügt bekommen. Land auf Kredit und auch Baumaterial geliefert.

Wir haben uns 2 Liegestühle gemietet für die ganze Reise. Dann ist es gemütlich an Deck. Herrlich ist die Fahrt bis hierher gewesen. Jetzt ist hier ½ 6 Uhr (bei Euch ist es schon nach 8 Uhr). Um 8 Uhr kommen wir in La Coruna in Spanien an. Um 12 Uhr geht’s weiter. Morgen Mittag werden wir in Vigo sein, wo wir auch einige Stunden an Land gehen wollen.

Es grüsst und küsst Euch in inniger Liebe

Heinrich Schüür, Kea und Kinder

 

Carta de Heinrich Menno Schüür, nascido 4.2.1872, que em janeiro de 1924 emigrou com sua esposa e seus filhos para o Brasil

Escrita a bordo durante a travessia, para sua mãe Ida Hauke Schüür

 

Sob a proteção de Deus. A bordo do Villa Garcia, 29.1.1924.

Aos nossos queridos em Sulingen!

Amanhã à noite aportaremos a Espanha e, antes disso, gostaríamos de escrever ainda algumas linhas. Vocês certamente gostariam de saber, como estamos e nós também gostaríamos de tirar um peso do teu coração, querida mãe.

A pior parte prevista, onde poderíamos ter sido atingidos por tormentas, já ultrapassamos. O Mar do Norte, o canal inglês e o Golfo de Biscaia são os piores pontos da viagem. Estamos, graças a Deus, todos com saúde e bem. Esperamos que vocês também. Agora queremos lhes contar a vida a bordo e como passamos até agora. Então vocês podem nos acompanhar em pensamento e te pedimos, querida mãe, lembrar de nós em tuas orações.

Após muito pra lá e pra cá subimos a bordo no dia 26.01. (não sei, se já relatei sobre isto em cartas) e logo tivemos de nós separar. As mulheres e crianças foram para a frente no setor das mulheres e os homens para trás no navio. Quando chegamos lá embaixo nos alojamentos, quase não acreditamos, e nos assustamos. Ali estavam camas uma em cima das outras e encostadas nas outras, várias centenas em uma sala, somente separadas por pequenos vãos. Dos pés das camas se arrasta para dentro e trepa para cima. Eu fui direto falar com meu 1° Oficial, para ver se conseguia cabines; mas não havia mais, como me disse. Assim tivemos que nos sujeitar ao inevitável e procurar acomodações. Um cheiro horrível se espalhava por tudo. A bagagem tinha que ser levada junto na cama. Só existia um colchão e sem lençol. Somente um cobertor de lã foi disponibilizado. No setor das mulheres o barulho era enorme devido a gritaria das crianças e no dos homens o barulho vinha dos berros, cantos e músicas feitas em gaitas de boca.

Quando fomos ao convés e fomos dar uma volta, cheguei também ao bonito refeitório da 3ª classe. Aqui havia muita gente ao redor de um oficial do navio a escrever, e quando me informei o que estava acontecendo, escutei que ainda havia cabines vagas. Então consegui, por 72 dólares, 2 cabines, cada uma com 4 camas. Quão contentes estávamos quando pudemos nos alojar em nossas cabines com vasos para vomitar e pinicos. Agora podemos nos trocar sem ser perturbados e estar juntos. Também o comer é muito mais agradável. Fomos atendidos no refeitório como num hotel. Cada um tinha seu lugar numerado. Às 6h30min somos acordados, às 7 horas é o café da manhã, onde serviam café, pão, manteiga, marmelada e uma sopa de leite (arroz, aveia em flocos ou semelhante) ou 2 ovos. Às 11 horas é o almoço. Aí foi servida primeiramente uma forte sopa de carne ( carne, verdura, batatas ) e após pão e café. Às 3 horas tinha café com bolo (pão branco fino com uvas passas). À noite às 5 horas já serviam a janta. Serviam chá fino, pão, manteiga, queijo ou lingüiça e carne com verduras. Toda comida é saborosa e se pode comer a vontade. Melhor e mais bonito não o teremos nunca mais. Os passageiros dos quartos do convés não estavam tão bem, mas suficientemente acomodados, somente faltava o bom atendimento e diversos.

Agora sobre a viagem e o que a envolve. Dia 26 de janeiro à noite saímos de Hamburgo e chegamos durante a noite, enquanto dormíamos, ao Mar do Norte. O tempo estava ameno quando partimos. Quando acordamos de manhã e fomos ao convés, o mar era uma bonita figura, por todos os lados ondas e ondas com as cristas brancas de espuma, era maravilhoso. O navio ia para cima e para baixo nas ondas. Agora muitos enjoaram. Entre nós, a Anny começou primeiro. Depois seguiram Lini, Volkmar, Heini, Kea. Niklas e eu também vomitamos uma vez à noite. Como estávamos contentes por poder estar deitados em nossas cabines e poder vomitar à vontade. Como estaria agora o convés dormitório? Todos corredores estavam cheios. Os que dormiam em cima cuspiam nos de baixo e assim um cheiro se espalhava, um pequeno inferno.

Ao meio dia de segunda-feira todos estavam novamente em pé. O tempo estava bem manso quando atravessamos o canal inglês. Também até hoje, 30 de janeiro, o mar está bem quieto e lindo, sempre uma brisa suave e assim sempre pudemos ficar no convés. Nossa Clara não teve enjôos.

Conosco viajam muitos batistas e amigos, que têm o mesmo destino. Nós cantamos, lemos e rezamos juntos no convés e nos alegramos no Senhor. Queremos todos ficar juntos e fundar uma cooperativa colônia e tentar obter do governo brasileiro uma área de colonização de no mínimo 100 colonos com os quais podemos formar então uma comunidade com igreja e escola. Todos nós nos sentimos dependentes do Senhor e Ele permitirá que obtenhamos sucesso, mesmo que a maioria não tenha nada ou muito pouco.

Aqui também tem uma comunidade de colonização de Hagen da Westfália a bordo, que descerão em Santos no Brasil e receberão do governo terras na selva. Também têm do governo toda ajuda possível. Receberão até a próxima safra as terras aradas; terra à crédito e também material de construção.

Alugamos 2 espreguiçadeiras para toda a viagem. Então fica confortável no convés. A viagem até agora foi maravilhosa. Agora são 5h30min (para vocês já passa das 8 horas). Às 8 horas chegaremos em La Coruna na Espanha. Às 12 horas a viagem continua. Amanhã ao meio dia estaremos em Vigo, onde queremos ir por algumas horas à terra.

Lembranças e beijos com muito amor de

Heinrich Schüür, Kea e filhos

 

Recordações da viagem relatadas por nossa querida tia Clara Zirr

A tradução está abaixo e foi feita por Dorothéa F. Walter

Das Schiff in welchem wir kamen hiess Villa Garcia.

Wurde gebittet meine Erinnerungen von unserer Reise von Deutschland nach Brasil zu schildern, aber es ist wenig welches ich mich noch erinnern kann und auch nicht interessant. Die Daten weiss ich nicht mehr, das erste von der Reise war beim Einsteigen im Schiff, mein Bruder Heinrich trug mich und er sagte zu mir, mach die Augen zu, und tue als ob du schläfst, weil ich etwas geschwollene Augen hatte, sonst hätten sie uns nicht auf den Schiff aufgenommen, ich war auch gehorsam und so ging alles gut.

Auf dem Schiff war es schön, und weil ich keine Seekrankheit bekam und nicht brechen brauchte, bekam ich das obere Bett zum schlafen. Auf dem Schiff wurden die Geschlechter getrennt, Frauen und Männer getrennt, an unsere Kabine waren uns befreundete Frauen untergebracht, und weil die Trennwände nicht so hoch waren, konnte man schmuggeln, ich bekam oft Schokolade herüber geschoben. Diese Familie, Madowitsch hiessen sie, sind auch nach Guarani gekommen, und später waren sie unsere Nachbarn in Santo Ângelo.

Als wir in Rio Grande ankamen hat Papa uns was gutes geben wollen und kaufte für uns Wassermelonen, welche er schon kannte von Italien, das hat uns gut geschmeckt aber Schwester Anny wurde sehr krank davon, wie wir wieder auf das Schiff kamen, gab die Frau Madowitch der Anny etwas Congnak zu trinken, welches ihr wahrscheinlich das Leben gerettet hat. Sie war lange krank, sie kam noch krank in Guarani an. Von Santo Ângelo mussten wir mit 2 Wagen fahren. Nur der eine hatte eine Folder, der andere war ohne und die Sonne hat uns schön verbrannt. Anny hat noch liegen müssen, so sind Mama und Anny im Folderwagen gefahren und ich war traurig weil kein Platz für mich mehr war.

In Rio Grande haben wir zu Mittag gegessen und da habe ich zum erstenmal schwarze Bohnen gegessen und gleich von zwei Tischen, weil sie mir so gut geschmeckt haben.

Wie wir nach Guarani kamen, haben wir zuerst bei einer Familie Feuerharmel gelebt, weil die Familie von welcher der Vater die Kolonie gekauft hatte, noch nicht rausgewandert waren, ich weiss nicht ob es zwei Wochen waren, vielleicht auch etwas länger, dort habe ich die Bekanntschaft mit den Sandflöhen gemacht, oh was habe ich da geweint, wenn sie mir rausgemacht wurden, das war beinahe so wie eine Operation, aber ohne Betäubung.

Von der Schiffsreise ist mir sehr in Erinnerung geblieben der Sonnenuntergang, das habe ich schön gefunden. Als der Komandant von der Schiffsbrücke Schokolade verteilte, war ich die erste. Schokolade habe ich schon immer gern gegessen, aber gross war meine Enttäuschung wie ich sie mir besah, sie sah nach Zigaretten aus, und ich legte sie wieder hin, bis sie mir zuriefen, nimm doch es ist Schokolade.

Was Interessantes kann ich Euch leider nicht erzählen, das hätten meine Geschwister tun können.

Tradução

O navio no qual viemos se chamava Villa Garcia.

Me solicitaram que relatasse as minhas recordações de nossa viagem da Alemanha para o Brasil, mas é pouco do que ainda lembro e também não é tão interessante. As datas não sei mais,  mas a primeira coisa da qual me lembro foi ao embarcar no navio, meu irmão Heinrich me carregava e me disse para fechar os olhos e fingir que estava dormindo, uma vez que eu estava com os olhos um pouco inchados. Caso contrário, não teriam permitido nossa presença no navio, mas eu fui obediente e assim tudo correu bem.

No navio era bonito e por eu não marear e não vomitar, ganhei a cama de cima para dormir. No navio as mulheres e os homens eram separados. Ao lado da nossa cabine estavam acomodadas mulheres amigas, e por as divisórias não serem muito altas, podia se contrabandear. Recebi muitas vezes chocolates por cima das divisórias. Esta família, o nome era Madowitsch, também veio para Guarani, e mais tarde eram nossos vizinhos em Santo Ângelo.

Quando chegamos em Rio Grande nosso pai queria nos dar algo bom e nos comprou melancias, que ele já conhecia da Itália. Estavam muito saborosas, mas nossa irmã Anny ficou muito doente por isso, assim quando voltamos para o navio a Sra. Madowitsch deu a Anny um pouco de conhaque para beber, o que certamente lhe salvou a vida. Ela esteve doente por muito tempo, ainda estava doente quando chegamos em Guarani. De Santo Ângelo tivemos de viajar em dois carros, somente um tinha toldo, o outro era sem e o sol nos queimou. Anny ainda teve que ficar deitada e assim mamãe e Anny viajaram no carro com toldo e eu estava triste por não ter mais lugar para mim.

Em Rio Grande almoçamos e lá comi pela primeira vez feijão preto e acabei comendo da mesa dos outros também, porque gostei muito.

Quando chegamos a Guarani, moramos primeiramente com uma Família Feuerharmel, porque a família da qual o pai havia comprado a colônia ainda não tinha saído. Não sei se foram duas semanas, ou talvez um pouco mais. Ali fiquei conhecendo os bichos de pé, oh como chorei quando estes eram tirados, era quase como uma operação, mas sem anestesia.

Da viagem de navio me ficou muito na lembrança o pôr do sol, que achei muito bonito. Quando o comandante distribuía chocolate da ponte do navio, eu era a primeira, pois sempre gostei de chocolate. Mas a minha decepção foi grande, quando olhei o chocolate, que parecia cigarros, e assim o devolvi, até que gritaram para mim, que era realmente chocolate.Lamentavelmente não posso lhes contar algo mais interessante, isto certamente meus irmãos poderiam ter feito.

Clara Zirr.

 


 

Carta de Ano Novo de Heinrich Menno Schüür aos seus pais no ano de 1890

Segundo Anelise Dick, era tradição da época escrever aos pais uma "carta de ano novo" onde os filhos compartilhavam as metas para o novo ano.

A tradução está abaixo e foi feita por Dorothéa F. Walter

Emden, zu Neujahr 1890

Geliebte Eltern!

Der erste Morgen eines neuen Jahres ist wieder herbei gekommen. Mit dankbarem Herzen gedenke ich heute an alle Liebe und Treue, die Ihr, geliebte Eltern, mir in dem verflossenem Jahr erwiesen habt. Jeden Tag habe ich aus Eurer Hand Gaben und Wohltaten in Fülle empfangen. Ihr habt mich zu allem Guten angehalten, vor allem Bösen gewarnt und mich stets durch Euer Vorbild zur Tugend ermuntert und angeleitet. Aus tiefstem Herzen sage ich Euch für alle diese Güte meinen innigsten Dank. Oft habe ich leider Eure Sorge um Liebe mit Undank belohnt und bin nicht so gehorsam und fleissig gewesen, wie ich es hästte sein können. Das soll in dem neuen Jahr mit Gottes Hilfe besser werden. Ich will mich vom heutigen Tage an mit meinem Eifer bestreben, stets in freudigem Gegorsam Eure Wünsche zu erfüllen und mit Fleiss zu lernen, um ein geschickter und richtiger Mensch zu werden, an dem Ihr dereinst Eure Freude haben könnt. Möge der Liebe Gott mit seiner schirmenden Vaterhand Euch im neuen Jahr vor allem Übel behüten, vor allem Kummer bewahren, Euch gesund erhalten und Eure Arbeit mit seinem Segen krönen. Ich werde ihn täglich bitten, dass er Glück und Freude schenken möge und mir Kraft verleihen wolle, meine guten Vorsätze mit der Tat zu beweisen.

In der frohen Hoffnung, dass der treue Gott im Himmel alle meine Wünsche für Euch, geliebte Eltern, im neuen Jahre in Erfüllung gehen lässt, bin ich mit inniger Liebe

Euer dankbarer Sohn

Heinrich Schüür

Tradução

Emden, pelo novo ano de 1890

Amados pais!

A primeira manhã de um novo ano chegou mais uma vez. Com o coração agradecido me recordo hoje de todo amor e lealdade, recebidos de vocês, amados pais, durante o ano que passou. A cada dia recebi das mãos de vocês dádivas e favores em abundância. Vocês me exortaram para todo o bem, advertindo de todo o mal e sempre me estimularam e orientaram para a virtude através do exemplo de vocês. Do fundo do meu coração o meu mais profundo agradecimento por esta bondade. Muitas vezes lamentavelmente recompensei com ingratidão as preocupações amorosas de vocês e não fui tão obediente e aplicado como poderia ter sido. Isto deverá melhorar no novo ano com a ajuda de Deus. A partir do dia de hoje farei tudo que puder com zelo pra sempre cumprir com alegre obediência os desejos de vocês e estudar com aplicação, para me tornar uma pessoa hábil e correta, com a qual poderão se alegrar. Que Deus com sua mão paterna protetora vos proteja de todo mal no novo ano, vos livre de todo desgosto e os mantenha saudáveis e coroe vosso trabalho com sua benção. Pedirei todo dia, que me dê sorte e alegria e que me dê forças para provar os meus bons propósitos através dos meus atos.

Na alegre esperança que Deus no céu permita que todos meus desejos para vocês, queridos pais, se realizem no novo ano, permaneço com afetuoso amor

Seu filho agradecido

Heinrich Schüür

 


 

Thiendorf, 16.3.2003

 

Meine persönlichen Erinnerungen an Familie Schüür, erzählt von Adalbert Spier (geb. 17.6.1913)

1. An meine Großmutter Hauke Jakobs Schüür, geborene Ruiter, gelebt von 1844 bis 1935

Hauke Jacobs Schüür war meine Großmutter und mit Klaas Schüür verheiratet. Leider ist mein Großvater früh verstorben (1896), sodass ich ihn nicht mehr kennen gelernt habe. Meine Großmutter hatte fünf prächtige Kinder in die Welt gesetzt, von denen eines meine Mutter Antje Claasen Schüür war, die im Jahre 1911 in Emden den Eisenbahner Robert Spier geheiratet hat. Mein Vater wurde kurz darauf nach Sulingen, einer Kleinstadt in Niedersachsen versetzt. Da hat er seine Schwiegermutter mit in seinen Haushalt auf- und mitgenommen. So hat sie als unsere Oma bis zu ihrem Lebensende bei uns gewohnt. Ja, unsere Oma! Für uns Kinder, meine 2 Jahre jüngere Schwester Ida und mich war sie die liebste Oma der Welt. Sie war immer für uns da. Sie hatte Ihren Stammplatz, einen Armsessel am Küchenfenster, von dem sie alles beobachten und uns beaufsichtigen konnte. Vor allem, als wir noch klein waren. Oma spielte mit uns, half mit Rat und Tat, wenn wir nicht weiter wussten. Sie musste Schlichten, wenn wir uns gestritten hatten - was hin und wieder vorkam. Manchmal hat sie dann auch gesagt "Man scholl juaneenander kloppen", was aber nicht so ernst gemeint war. Wir hatten eben die beste Oma der Welt!. Ich muss auch heute noch oft an sie denken.

An langen Winterabenden haben wir uns manches Mal am Küchenherd versammelt, Oma, Mutter und wir beiden Kinder. Dann wurde die Feuertür aufgemacht, in die Glut geschaut und Oma Geschichten von "ollen Tiden vertellt" oder aus ihrem früheren Leben berichtet. Dann kam Omas 90. Geburtstag heran. Den haben wir ganz groß gefeiert. Das Haus war voller Gäste. Unsere Verwandten waren zahlreich erschienen, um Oma die Ehre zu erweisen. Oma war sehr gut aufgelegt und hat fast eine Stunde lang Gedichte aus ihrer Schulzeit vorgetragen und "Döntjes" aus ihrem Leben erzählt, zum Erstaunen aller Gäste. Ein halbes Jahr später war sie nicht mehr unter uns. In den letzten Monaten ihres Lebens wurde es mit den Beinen immer schlechter. Das Treppensteigen  ging schließlich garnicht mehr, denn die Schlafräume lagen in der 1. Etage. Da hat mein Vater die Oma jeden Abend die Treppe hinaufgetragen und morgens wieder herunter , ohne ein Wort des Klagens. Auch er muß die Oma geachtet und geliebt haben.

2. An meinen Onkel Heinrich Menno Schüür, geboren 1877

Nach den Unterhaltungen meiner Mutter mit unserer Oma mußte Onkel Heinrich ein luftiger (Luftikus) und abenteuerlicher Bursche gewesen sein. Oma war oft danach bekümmert. Aber an Einzelheiten kann ich mich nicht mehr erinnern. Dazu war ich damals noch zu jung. Onkel Heini war mit Voskea Reuwsaat verheiratet und schenkte acht Kindern das Leben, von denen eines heute noch lebt, die Klara. Mein Onkel hat eine Zeit lang in den Niederlanden gelebt und eines Tages beschlossen, mit seiner ganzen Familie nach Brasilien auszuwandern. Im Januar 1924 war es dann soweit. Sie machten noch eine Abschiedsreise zu allen Verwandten und kamen als letzte Station in mein Elternhaus in Sulingen. Meine Eltern hatten den deschmückten Weihnachtsbaum lange stehen lassen - in der irrigen Meinung, dass es das letzte Mal sein würde, das Christfest zu erleben. Als wir dann am Abend in das Weihnachtszimmer traten und ein Lied singen wollten, bat der kleine Johv von Juliane "noit singe". Da haben wir die kleine Feierstunde eben ohne Singen durchgeführt. Anderen Morgen km das große Abschied nehmen. Ohma ist das besonders schwer gefallen. Wußte sie doch, dass sie ihren Sohn und ihre Enkel nie wieder sehen würde. Von der Überfahrt hat Onkel heinrich einen interessanten Bericht verfasst. Ich nehme an, dass der Euch vorliegt.

3. An meinen Onkel Niklas Julius Schüür, geboren 1885

Mein Onkel Niklas Julius Schüür war das jüngste und letzte Kind unserer Oma und mit Johanna de Boer verheiratet. Als Kinder waren wir mal in den Sommerferien bei Tante Hanni und Onkel Niklas zu Gast. Von Beiden sind wir so liebevoll betreut worden, dass es mir bis heute in Erinnerung geblieben ist. Hinter ihrem Haus lief ein Wasserkanal entlang. Das war für uns Landratten ein idealer Spielplatz. Manchmal hat und Onkel Niklas mit seinem Fischerkahn durch die Emdener Kanäle gerudert, er war nämlich Freizeit-Fischer. Uns Kinder hat er damit eine große Freude bereitet. Nicht nur uns. Onkel Niklas hat mehrere male im Jahr seine Mutter und Schwester besucht und ein Bündel Räucheraale mitgebracht. Da war die Freude auf beiden Seiten groß.

Das wär´s, was noch an Erinnerungen nach so langer Zeit nachgeblieben ist. Obdamit etwas anzufangen ist, erscheint mir fraglich.

Vielleicht darf ich zum besseren Verständnis noch ein paar Zeilen zu meiner Person anfügen. Ich bin 1913 geboren. Meine Eltern und alle meine Verwandten waren Ostfriesen. Ich habe die letzten 48 Jahre meines Lebens in Sachsen im Raum Dresden verbracht und müsste eigentlich ein Sachse geworden sein. Das ist aber nicht so. In meinem Herzen und nach meiner Wesensart zähle ich mich zu den Ostfriesen, obwohl ich nie dort gelebt habe und nur besuchsweise dort gewesen bin.

Mit 17 Jahren habe ich das Elternhaus verlassen und dann fast nur in Großstädten gelebt. In Hannover, in Hamburg, in Kiel, dann 1 Jahr Kriegsdienst und Gefangenschaft, 10 Jahre mit meiner Frau am Schwarzen Meer gelebt und gearbeitet (in subtropischem Klima). Nach der Rückkehr nach Deutschland in Dresden eine gute Stellung gefunden und dann auf ein Dorf unwit Dresdens mit etwa 350 Einwohnern, (wo sich Haasen und Füchse Gute Nacht sagen) gelandet. Hier hat Uwe uns ein hübsches Häuschen mit Wintergarten, Terasse, Swimming-Pool und einem Garten rundherum bauen lassen. Hier fühlen wir und pudelwohl.

Adalbert Spier

 


 

Tradução

Minhas lembranças pessoais da família Schüür

(contadas por Adalbert Spier (nascido 17.6.1913)

A tradução foi feita por Dorothéa F. Walter

Thiendorf, 16.3.2003

1. Sobre minha avó Hauke Jakobs Schüür, nascida Ruiter, que viveu de 1844 a 1935

Hauke Jacobs Schüür foi minha avó e foi casada com Klaas Schüür. Lamentavelmente meu avô faleceu cedo (1896), assim não o conheci. Minha avó trouxe cinco filhos maravilhosos ao mundo, dos quais uma foi minha mãe Antje Claasen Schüür, que no ano de 1911 casou em Emden com o ferroviário Robert Spier. Logo após meu pai foi transferido para Sulingen, uma pequena cidade na Baixa Saxônia. Ele levou junto a sua sogra. Assim ela viveu como nossa Oma até o fim de sua vida conosco. Sim, a nossa Oma! Para nós filhos, minha irmã Ida, 2 anos mais nova, e eu, ela era a mais querida avó do mundo. Ela estava sempre lá para nós. Ela tinha o seu lugar predileto, uma poltrona perto da janela da cozinha, da qual podia ver tudo e nos cuidar. Principalmente, quando ainda éramos pequenos. Oma brincava conosco, nos ajudava com conselhos e atos, sempre que necessitávamos. Ela tinha que remediar, quando brigávamos – o que ocorria de vez em quando. De vez em quando ela também dizia “Deve se bater um no outro”, no entanto não estava falando sério. Tínhamos a melhor Oma do mundo! Ainda hoje penso muitas vezes nela.

Nas noites longas de inverno nos reuníamos algumas vezes ao redor do fogão, Oma, mãe e nós dois filhos. Então era aberta a porta do fogão, olhava-se as brasas e Oma contava histórias antigas, e da sua vida. Então chegou o aniversário de 90 anos da Oma. Festejamos em grande estilo. A casa estava repleta de convidados. Nosso parentes vieram em grande número, para prestar a honra a Oma. Oma estava muito animada e por quase uma hora recitou versos de seu período escolar e contou casos de sua vida, para a admiração de todos convidados. Meio ano mais tarde ela não estava mais entre nós. Nos últimos meses de sua vida as pernas ficaram cada vez piores. Subir as escadas no final não foi mais possível, já que os quartos ficavam no 1° andar. Então meu pai carregava a Oma todas as noites escada acima e de manhã novamente para baixo, sem se queixar. Também ele deve ter respeitado e amado a Oma.

2. Sobre meu tio Heinrich Menno Schüür, nascido 1877

Conforme as conversas de minha mãe com nossa avó, o tio Heinrich foi um rapaz alegre e aventureiro. Oma muitas vezes se preocupava com isto. Mas de detalhes não me lembro mais. Eu era muito jovem na época. Tio Heini foi casado com Voskea Reuwsaat e teve oito filhos, dos quais um ainda é vivo hoje, a Klara. Meu tio viveu um tempo nos Países Baixos e um dia resolveu emigrar com toda a sua família para o Brasil. Em Janeiro de 1924 chegou o dia. Ainda fizeram uma viagem de despedida a todos os parentes e como última etapa estiveram na casa dos meus pais em Sulingen. Meus pais deixaram o pinheirinho de natal por muito tempo, na errônea opinião, que seria a última vez, que iriam vivenciar o Natal. Quando então a noite entramos na sala e queríamos cantar um hino, o pequeno John da Juliane pediu “não cantar”. Assim fizemos a pequena celebração sem cantar. Na manhã seguinte veio a grande despedida. Isto foi especialmente pesaroso para a Oma. Já que ela sabia, que não veria mais seu filho e os netos. Sobre a travessia tio Heinrich escreveu um interessante relatório. Acredito, que vocês tenham este.

3. Sobre meu tio Niklas Julius Schüür, nascido 1885

Meu tio Niklas Julius Schüür foi o mais novo e último filho de nossa Oma e casado com Johanna de Boer. Quando crianças estivemos uma vez nas férias de verão em visita a tia Hanni e Tio Niklas. Fomos tão amavelmente tratados pelos dois, que esta visita está até hoje em minhas lembranças. Atrás da casa deles corria uma canal. Este era um local ideal para brincarmos. De vez em quando tio Niklas nos levava com sua canoa através dos canais de Emden, já que era pescador amador. Para nós crianças foi uma grande alegria. Tio Niklas visitava várias vezes ao ano sua mãe e irmã e trazia um embrulho com enguias defumadas. A alegria era grande.

Isto é o que permaneceu de lembranças após tanto tempo. Acredito que não sejam de muita utilidade.

Talvez devo acrescentar, para melhor compreensão, algumas linhas sobre a minha pessoa. Nasci em 1913. Meus pais e todos os meus parentes são da Frísia Oriental. Os últimos 48 anos da minha vida permaneci na Saxônia na área de Dresden e na realidade deveria ter me tornado um Saxão. Mas não é assim. No meu coração e na minha maneira de ser me considero da Frísia, apesar de nunca ter vivido lá e somente ter visitado a região.

Com 17 anos saí da casa dos meus pais e vivi quase que somente em cidades grandes. Em Hannover, Hamburgo, Kiel, então 1 ano de serviço militar e prisão, vivi 10 anos com minha esposa e trabalhei junto ao Mar Negro (em clima sub-tropical). Após o retorno para a Alemanha encontrei um bom emprego em Dresden e aterrissei em uma vila perto de Dresden com aprox. 350 habitantes (onde os coelhos e as raposas se dão boa noite). Aqui Uwe mandou construir para nós uma bonita casa com jardim de inverno, sacada, piscina e um jardim em volta. Aqui nos sentimos muito bem.

Adalbert Spier